Judas:
Warum hat er sich nicht gewehrt?!
Warum ist er nicht aufgestanden und hat durch ein Wunder der ganzen Welt bewiesen, dass er der wahre König ist?
Warum hat er uns im Stich gelassen?
Warum hat er mich im Stich gelassen?
Ich habe doch nur gewollt, dass er uns die Freiheit schenkt, dass er uns von der Macht dieser Tyrannen erlöst!
Und nun?
Er geht in den Tod wie ein Verbrecher.
Er hätte sich doch wehren können!
Aber er hat nichts getan. Nichts…
Er ist gegangen wie ein Lamm zum Schlachten.
Und ich? Was habe ich jetzt?
Ich habe alles verloren…
meine Hoffnung, meinen Glauben, meine Liebe…
Was bleibt dir noch?
Das Nichts? Die Dunkelheit? Die Schuld?
NEIN.
Du kannst eines – wenn du den Mut dazu hast –
deinem Freund in den Tod nachfolgen.
Nikodemus:
Kaiphas, was habt ihr getan?
Wie schwer wiegt eure Schuld an seinem Tod?
Ihr habt einen Heiligen verurteilt.
Ich sage euch: Dieser Jesus ist ein Gerechter.
Josef von Arimathäa:
Nikodemus, auch wir tragen Mitschuld.
Unsere Stimme im Hohen Rat war zu leise.
Ich hatte nicht den Mut, mich für diesen Gerechten stark zu machen.
Maria, die Mutter Jesu:
Mein Sohn, dein Leib ist zerschlagen.
Deine Augen sehen mich nicht mehr an.
Warum, mein Gott, hast du ihn mir genommen?
Mein Herz ist zerbrochen.
Ich weine – doch ich glaube.
Ich trauere – doch ich hoffe.
Ich verstehe nicht – aber ich liebe.
Maria von Magdala:
Er ist fort. Er ist tot. So jung noch.
Und so schön.
Ich sehe nur noch sein Gesicht vor mir: verwundet,
von Blut und Schweiß verklebt
Es ist Nacht – in meinem Herzen
und hier im Garten der Gräber.
Er hat gesagt: „Drei Tage – dann ein Wiedersehen.“
Nein…das konnte er doch nicht wörtlich gemeint haben!
Er rechnete in Ewigkeiten…
Und das Wiedersehen? Wo denn? Wie denn?Ich muss zum Grab. Ich will ihm nahe sein – ein allerletztes Mal.Mein letztes Fläschchen mit dem kostbaren Königsöl… ich will ihn salben.
Er ist unser König. Unser Messias.






