Gründonnerstag - 02.04.2026
Schaut her, ich möchte euch noch ein Zeichen meiner Liebe mitgeben. Jesus legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch.
Er goss Wasser in eine Schüssel und sprach: Simon, mein Freund, komm her. Setz dich. Ich möchte dir die Füße waschen.
Da sagte Simon Petrus: Rabbi, niemals! Du willst mir die Füße waschen. Das ist Sklavendienst! Steh auf, ich bitte dich!
Jesus antwortete: Simon, lass es geschehen! Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, du wirst es einmal begreifen.
Danach sprach Jesus: Johannes, komm zu mir.
Johannes fragte erstaunt: Herr, warum tust du das? Du bist unser Meister.
Jesus sagte: Gerade deshalb. Damit ihr lernt, was wahrer Dienst bedeutet. Der Größte unter euch sei der Diener aller.
Und Jesus kam zu Judas und sprach: Judas, auch dir gilt meine ganze Liebe, selbst, wenn du davor wegläufst. Lass dieses Zeichen meiner letzten Nähe an dir geschehen.
So wusch Jesus seinen Jüngern die Füße und trocknete sie mit dem Leinentuch ab.
Jesus stand auf und sprach: Ich gebe euch ein neues Gebot:
Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.
Die größte Liebe zeigt der, der sein Leben für seine Freunde herschenkt.
Besinnung
In dieser Nacht zeigt sich, wie menschlich der Glaube ist.
Angst darf sein. Zweifel dürfen sein.
Und doch bleibt ein leises Vertrauen:
Du bist nicht allein. – Ich bin nicht allein.
Wie oft schlafen wir ein —
und sind taub für das Leid anderer,
für das Unrecht in der Welt,
für das, was Gott uns sagen will?
Liedruf: Bleibet hier und wachet mit mir
Gebet:
Gott, in unseren dunklen Stunden bleib bei uns.
Wenn wir mutlos sind, stärke uns.
Wenn wir fliehen wollen, halte uns.
Wenn wir zweifeln, lass uns deine Liebe spüren.
Dazu bitten wir um deinen Schutz und Segen
für diese Nacht: Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Hl. Geistes.
Amen.