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Inhalt:

6. Sonntag B - 11.02.2024 - FASCHINGSSONNTAG

Kein Scherz – auch meine FASCHINGSPREDIGT hat 3 Punkte. Ich nehme dafür drei Ereignisse der letzten 14 Tage her und greife sie ernst-heiter auf: Eine Zeitungsmeldung vom 31. Jänner, dann das Medium Radio, das den Gottesdienst am letzten Sonntag live aus Feldkirchen übertragen hat und drittens der heutige Welttag der Kranken.

Faschingspredigt | Pfarre

Faschingspredigt am 10. und 11. 02. 2024

1.

Am 31. Jänner 2024 hat die Kleine Zeitung wieder einmal die erste Seite den ÖKO- und KLIMA-Aktivisten gewidmet. Sie hat auf den Strategiewechsel der Aktivisten hingewiesen. Unter dem Titel „Klebe wohl!“ war auf Seite 1 zu lesen: „Die Letzte Generation…will keine Straßen mehr blockieren. Konfliktforscher sagen, der Klebeprotest habe sich abgenutzt.“

Da werden jetzt viele aufatmen. Aber ich finde es schade – jetzt, wo wir uns schon daran gewöhnt haben, oder? Wo Kleben inzwischen für Leben steht – frei nach dem Motto: Kleben und kleben lassen! Oder auch: Hurra, ich klebe! Wo das alte K&K für „kaiserlich-königlich“ abgelöst worden ist mit dem neuen K&K für „Klima-Kleber“. Wo es bei der Polizei und an den Stammtischen nur noch geheißen hat: Heben statt kleben! Wo der UHU eine sensationelle Renaissance erlebt hat, das Zebra zum Klebra wurde – und das Begräbnis zum Beklebnis…

Mir ist nicht so recht zum Feiern zumute. Ein Abgesang auf den Umweltschutz? Ein „Klebe-Wohl“ als „Lebe-Wohl“ auf die Aktivisten und die Rettung der Erde?

Ich will mich damit nicht abfinden. Darum möchte ich jetzt meine Stimme erheben für den Schutz der Mitwelt. Wir alle hier in der Kirche sollen unsere Stimme erheben für den Schutz des Lebens! Singen wir gemeinsam an gegen die Zerstörung und für die Bewahrung der Schöpfung: Wer singt, der betet bekanntlich doppelt! Ich lade ein, dass wir unsere Stimmen gemeinsam erheben – nach der bekannten Melodie „Wahre Freundschaft“ (Zettel!). Singen wir gleich gemeinsam: Unsre Erde soll nicht wanken, wie sehr sie auch gefährdet ist. Drum kleb ich fort noch in Gedanken – und der Erde ich nicht vergiss! Drum kleb ich fort noch in Gedanken – und der Erde ich nicht vergiss!

Ein Öko-Wahn-Witz gleich vorweg: Ich kenne Leute, die stolz darauf sind, dass sie gar keinen ökologischen Fußabdruck haben. Sie fahren einfach überall mit dem Auto hin…

Treffen sich zwei Planeten weit draußen im Weltall. Sagt der eine zum anderen Planeten: „Uih, du schaust aber schlecht aus!“ Erwidert der andere: „Ja, mir geht’s gar nicht gut!“ Fragt der eine: „Was hast du denn?“ Klagt der andere: „Ich habe homo sapiens!“ Lacht der eine und sagt: „Mach dir nichts draus. Das habe ich schon gehabt. Das geht bald vorüber!“ Homo sapiens…

Darum lasst uns beten, pardon lasst uns singen, gemeinsam singen: Unsre Erde soll nicht wanken, wie sehr sie auch gefährdet ist. Drum kleb ich fort noch in Gedanken – und der Erde ich nicht vergiss! Drum kleb ich fort noch in Gedanken – und der Erde ich nicht vergiss!

Öko-Witze, ich lege noch ein paar nach, weil das Thema ja so wichtig ist: Wie ich zuletzt auf dem Dachstein gewesen bin habe ich ein kurzes Gespräch mitbekommen. Da hat der Hallstatt-Gletscher zum Gosau-Gletscher gesagt: „Du schuldest mir noch € 1.000,--!“ Antwortet der Gosau-Gletscher: „Gib mir bitte noch ein paar Jahre, dann bin ich wieder flüssig!“

Weiß jemand, wie man einen schwergewichtigen Vegetarier nennt? „Bio-Tonne!“ Was ist die gefährlichste Jahreszeit? Natürlich der Sommer: Die Sonne sticht, die Salatköpfe schießen aus dem Boden, die Bäume schlagen aus und der Rasen wird gesprengt.

Woran erkennst du, dass du zu dick bist? Wenn du am Strand liegst und mehrere Greenpeace-Aktivisten versuchen dich ins Meer zurück zu rollen. Übrigens: Wer keine große Leuchte ist, der spart zumindest Strom! Ich muss heute mit einer Unterstellung aufräumen: Es stimmt, dass ich keine Pfarrhaushälterin habe. Aber es stimmt nicht, dass sich die

Spinnweben in meiner Wohnung mehren. Das sind bloß meine ÖKO-Traumfänger! Zu guter Letzt: Was verlangt ein umweltbewusster Häftling? Eine Solarzelle! Genug der Öko-Witze! Aber singen wir noch einmal unsere Öko-Hymne: Unsre Erde soll nicht wanken, wie sehr sie auch gefährdet ist. Drum kleb ich fort noch in Gedanken – und der Erde ich nicht vergiss. Drum kleb ich fort noch in Gedanken – und der Erde ich nicht vergiss.

2.

Vergangenen Sonntag ist aus unserer Pfarrkirche die Messe live im Radio Österreich Regional übertragen worden. Ein guter Grund für mich, die so oft gescholtenen Medien zum zweiten Thema meiner Faschingspredigt zu machen, v. a. das Radio. Was nicht in den Medien ist, das ist nicht in der Welt… Ich wollte ja kurz vor Beginn der Übertragung noch etwas ansagen, hab aber gleich gemerkt, dass das Mikrophon streikt. Mein Fehler war nur, dass ich dann halblaut gesagt habe: „Da stimmt etwas nicht mit dem Mikrophon!“ Prompt haben einige in den vorderen Reihen geantwortet: „Und mit deinem Geiste!“

Für das ORF-Team haben wir natürlich ein kleines Jauserl hergerichtet. Was wir nicht wissen konnten, dass da neben dem Elektriker auch ein Informatiker dabei war. Der isst nur Chips, Mikrochips. Na, Mahlzeit! Jedem das Seine…

Schön, dass wir den Segen des guten alten Radios erleben durften. Schön, dass wir nicht mit der Schattenseite der Technik konfrontiert wurden. Die Abkürzung „www“ steht ja für viele, die wirklich darauf angewiesen sind, nur noch für: welt weites warten – o weh, weh, weh!

Auch die Kleinen machen sich schon so ihre Gedanken über die Medien und das Leben: Ein Kind fragt seine Mutter am Abend: Was ist der Unterschied zwischen Radio, Fernsehen und der Taschengeld-Erhöhung? Weil die Mutter ratlos ist, gibt das Kind selbst die Antwort: Das Radio hört man, das Fernsehen sieht man – aber von einer Taschengeld-Erhöhung hört und sieht man leider gar nichts!

Unterdrückte und verfolgte Menschen und Völker sind in Sachen Humor ihren Peinigern haushoch überlegen. Denken wir nur an die unschlagbaren jüdischen Witze…

In der unseligen Zeit des Kommunismus war es Radio Eriwan, das den Menschen mit Humor Mut und Kraft zum Widerstand gegeben hat. Daher jetzt ein paar Klassiker von Radio Eriwan:

Frage an Radio Eriwan: Wo sitzt eigentlich der, der immer die Witze über Radio Eriwan erfindet? Antwort: Wissen wir leider nicht, aber er sitzt ganz bestimmt!

Frage an Radio Eriwan: Werden Radio-Eriwan-Witze honoriert? Antwort: Im Prinzip ja, von 30 Jahren bis lebenslänglich.

Frage an Radio Eriwan: Ist es wahr, dass zum zehnten Parteitag die Löhne um fünfzig Prozent erhöht werden? Antwort: Im Prinzip ja, nur umgekehrt: Zum fünfzigsten Parteitag um zehn Prozent.

Frage an Radio Eriwan: Ist es möglich, aus Schweinsgulasch Rindsgulasch zu machen? Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Wenn der Teller schief ist, dann rinnt’s Gulasch…

Frage an Radio Eriwan: Stimmt es, dass Adam und Eva die ersten Kommunisten waren? Antwort: Im Prinzip ja. Sie hatten nichts anzuziehen, keine eigene Wohnung und glaubten trotzdem, im Paradies zu sein!

Frage an Radio Eriwan: Ich bin nach Georgien gefahren, mein Sohn ist unterwegs mit seiner Freundin zurückgeblieben. Nun bin ich in Sorge. Was werden die beiden wohl machen? Antwort: Nachkommen?

Frage an Radio Eriwan: Stimmt es, dass Genosse Breschnew die Witze sammelt, die über ihn erzählt werden? Antwort: Im Prinzip ja. Aber er sammelt auch die Leute, die die Witze erzählen.

3.

Bevor ich es jetzt mit der Angst zu tun bekomme, machen wir den Sprung zum dritten Predigt-Thema: Gesundheit und Krankheit! Von der Hautkrankheit Aussatz, sprich Lepra, ist in der Lesung ausführlich die Rede gewesen. Im Evangelium war Jesus wieder einmal voll in seinem Element als Arzt, Heiler und Heiland. Seit 1993 wird der Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes als „Welttag der Kranken“ in unserer Kirche gefeiert. Ich kann es den Betroffenen nur wünschen, dass sie den Humor nicht verlieren, dass sie trotzdem und trotz allem spüren, dass Humor hilft und dass Lachen die beste Medizin ist…

Im Wartezimmer eines Arztes steht das Wasser knöcheltief. Der Installateur kommt, gibt dem Arzt einen Dichtungsring und sagt: „Wenn es in 8 Tagen nicht besser ist, dann rufen Sie mich bitte wieder an!“

Eine Frau kommt vom Arzt. Ihr Mann fragt sie: Und, was hat der Arzt gesagt? Sie sagt: Ich hätte so etwas wie ein Porzellan-Syndrom! Der Mann ruft umgehend den Arzt an und fragt ihn, was das denn ist. Darauf der Arzt: Ich konnte ihr doch nicht sagen, dass sie nicht alle Tassen im Schrank hat!

Unser Herr Bürgermeister musste unlängst akut zum Zahnarzt. Der verkündete ihm: „Sie brauchen dringend eine Krone!“ Da ist dem Erich Gosch aber ein Stein vom Herzen gefallen: „Endlich einer, der das erkennt!“

Im Warteraum eines Psychiaters unterhalten sich zwei Patienten. Der eine fragt: Warum sind Sie denn hier? Der andere antwortet: Ich bin Napoleon. Mein Arzt meinte, ich soll zum Psychiater gehen. – Woher wissen Sie denn, dass Sie Napoleon sind? – Das hat mir der liebe Gott gesagt! Da meldet sich ein dritter Patient zu Wort: So ein Unsinn! Das habe ich nie gesagt!

Eine Frau um die 50 geht zum Arzt: Herr Doktor! Ich habe vor einer Woche aus Versehen einen Zehn-Euro-Schein gegessen. Beim Stuhlgang kommen aber nur Euro-Münzen heraus! Sagt der Arzt: Liebe Frau! Das ist kein Wunder. Sie sind doch in den Wechseljahren!

Der Orthopäde rügt seinen Patienten: „Sie hätten sich vor der Untersuchung ruhig die Füße waschen können.“ Antwort des Patienten: „Genau das hat der Dr. Leitner auch gesagt! Aber ich wollte mir noch eine zweite Meinung einholen…“ Ein anderer Patient klagt sich beim Dr. Leitner aus: „Ich hab Kopfweh, Ohrensausen, Bauchweh, einen hohen Blutdruck und Rückenschmerzen. Können Sie mir sagen, was mir fehlt?“ Darauf ganz nüchtern der erfahrene Hausarzt: „Was soll Ihnen denn noch fehlen? Sie haben ja schon alles!“

Gegen ihre Fettleibigkeit, gnädiger Herr, sagt Dr. Aluani, hilft nur viel Bewegung! Kniebeugen und so, Herr Doktor? fragt der adipöse Mann. Darauf der Arzt: Nein, Kopfschütteln!!! Wann immer Ihnen jemand Süßigkeiten oder Alkohol anbietet… Kopfschütteln!

Übertreiben soll man es freilich nicht. Ein Mann fragt seinen Doktor: Wie kann ich 100 Jahre alt werden? Arzt: Rauchen Sie?

Patient: Nein! Essen sie übermäßig? Nein! Gehen Sie spät schlafen? Nein. Haben Sie irgendwelche Frauengeschichten laufen? Nein! Darauf der erstaunte Arzt: Wieso wollen Sie dann überhaupt so alt werden?

Da lobe ich mir die Weisheit einer 90jährigen in unserem adcura Heim. Sie hat mir unlängst ihr Heil-Wissen in Sachen Gesundheit anvertraut: Herr Pfarrer! Zur besseren Verdauung trinke ich Bier. Bei Appetitlosigkeit trinke ich Weißwein. Bei niedrigem Blutdruck Rotwein. Bei hohem Blutdruck bringt’s ein Kognak. Und wenn ich verkühlt bin, nehme ich ein Zirberl! Worauf ich zaghaft nachgefragt habe: Und wann trinken Sie Wasser? Antwortet mir die Jubilarin: Wasser, Herr Pfarrer?! - So schwer krank bin ich Gott sei Dank noch nie gewesen!

Zum Abschluss der Predigt noch rasch einige Scherzfragen: Was sagen zwei erkältete Nasen zur Begrüßung? – Wie läuft’s?

Der Verkehr ist Feldkirchen immer ein Thema: Wer hat übrigens den ersten Verkehrsstau in der Geschichte verursacht? – Jesus, mit seinen 12 Anhängern. Und warum traut sich ein Skelett trotz 20er-Begegnungs-Zone in Feldkirchen nicht über die Straße? – Das Skelett hat einfach nicht mehr die Nerven dafür!

Zum Super-Wahljahr 2024 passt vielleicht die Frage: Was ist der Unterschied zwischen dem Telefon und einem Politiker? Beim Telefonnieren kann man einfach auflegen, wenn man sich verwählt hat…

Ein ganz persönlicher Tipp von mir für den Fall, dass einmal der Puhan, Herberts Stub, der Niechtenwirt, Kiwano und der Feldkirchnerhof zugesperrt haben: Einfach Spaghetti rund um einen Wecker wickeln. Dann hast du Essen rund um die Uhr! – Das ist übrigens auch als Fastentipp geeignet…

Gott sei Dank haben wir in Feldkirchen die ComeBäckerei Koller und ganz im Zentrum die Filiale des Bäckermeisters Bernhard. Was ist der Unterschied zwischen einem Bäcker und einem Teppich? Der Bäcker muss um 03.00 Uhr in der Früh aufstehen – der Teppich kann den ganz Tag liegen bleiben.

Noch eine kleine Scherzfrage zum Abschluss: Was sagt der Tausendfüßler, wenn man ihm zum Geburtstag Pantoffeln schenkt? – Tausend Dank!!!

Ich bin kein Tausendfüßler. Drum sag ich jetzt nicht „tausend Dank“ fürs geduldige Zuhören. Ich sag nur das erlösende AMEN!

Faschingspfarrer Edi Muhrer

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