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Seelsorgeraum Graz-Südwest
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Begegnung

8sam Kirche sein – gemeinsam Zukunft gestalten

Acht Pfarren, viele unterschiedliche Menschen, Ideen und Erfahrungen – und die gemeinsame Frage, wie Kirche im Seelsorgeraum Graz-Südwest lebendig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Unter dem Motto „8sam Kirche sein“ kamen am Samstag, 10. Oktober 2026, Mitglieder der Pfarrgemeinderäte, Wirtschaftsräte, Pastoralräte und des Pastoralteams zu einer Klausur im Steiermarkhof zusammen.

Den roten Faden durch den Tag bildete das Bild eines Baumes, der am Wasser gepflanzt ist. Mit diesem Bild aus dem Buch Jeremia (17,7–8) begann die geistliche Einstimmung: Auch Kirche erlebt trockene Zeiten, Veränderungen und Herausforderungen. Doch wo Wurzeln Halt finden, kann Neues wachsen und Frucht bringen.

Begleitet wurde die Klausur von Elisabeth Aumüller, die mit großer Einfühlsamkeit, fachlicher Kompetenz und einem feinen Gespür für Menschen und Gruppen durch den Tag führte. Ihre abwechslungsreiche und hervorragend gestaltete Moderation schuf Raum für Begegnung, Wertschätzung, neue Perspektiven und gemeinsames Nachdenken.

Acht Pfarren – eine bunte Vielfalt

Zu Beginn standen die acht Pfarren selbst im Mittelpunkt. Jede stellte sich mit ihren Besonderheiten, Stärken und Schwerpunkten vor. Die anderen ergänzten, was sie an der jeweiligen Pfarre besonders schätzen. So entstand ein buntes Bild der Vielfalt im Seelsorgeraum – und die Erkenntnis, wie viel es bereits gibt, auf dem gemeinsam aufgebaut werden kann.

Nach einer ersten Begegnungsrunde wurden die Plätze neu gemischt. Menschen aus unterschiedlichen Pfarren kamen miteinander ins Gespräch, entdeckten Gemeinsamkeiten und tauschten Erfahrungen aus. Denn ein Seelsorgeraum lebt nicht davon, dass alle gleich sind, sondern davon, dass unterschiedliche Menschen ihre Begabungen und Perspektiven einbringen.

Der Pastoralplan wird lebendig

Ein Schwerpunkt des Vormittags war der Pastoralplan für die kommenden sechs Jahre. In kurzen, anschaulichen Präsentationen wurden acht Themenbereiche mit ihren Zielen und konkreten Maßnahmen vorgestellt: Diakonie, Innovation, Kommunikation, Zugezogene und Willkommenskultur, Jugend, Liturgie, Ehrenamtsentwicklung sowie Gebäude und Infrastruktur.

Anschließend konnten sich die Teilnehmer*innen jenem Thema widmen, das sie besonders interessierte. An Thementischen wurde darüber gesprochen, was bereits gelingt, wo die Chancen einer stärkeren Zusammenarbeit liegen und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Dabei ging es nicht darum, möglichst viele neue Aufgaben zu verteilen, sondern gemeinsam Perspektiven zu entwickeln und vorhandene Kräfte zu verbinden.

Zuhören als Grundlage für die Zukunft

Am Nachmittag stand eine andere Form des Austauschs im Mittelpunkt: das Geistliche Gespräch. Unter der Leitfrage „Wie schaut unser Miteinander aus, damit es eine gute Zukunft im Seelsorgeraum gibt?“ nahmen sich die Teilnehmer*innen Zeit, einander aufmerksam zuzuhören.

Nicht die schnellste Antwort oder das überzeugendste Argument stand im Vordergrund, sondern die Bereitschaft, unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen wahrzunehmen und gemeinsam nach dem zu suchen, was trägt und verbindet.

Zusammenfreude – 8sam zum Segen werden

Den Abschluss des Tages bildete ein besonderes Segensritual in und um die Kirche Christkönig, das von Andrea Lang, Elisabeth Fritzl und Wolfgang Schwarz gestaltet wurde. Unter dem Titel „Zusammenfreude“ führte es in drei Schritten vom eigenen Verwurzeltsein über das Empfangen eines persönlichen Segens hin zur gemeinsamen Verantwortung für den Seelsorgeraum.

Acht Seile, eines für jede Pfarre, begleiteten die Teilnehmer*innen auf diesem Weg. In der Kirche bildeten sie zwei Kreise um den Altar. Dort segneten die Menschen einander mit Weihwasser und persönlichen Worten der Wertschätzung.

Anschließend wurden die acht Seile miteinander verknüpft und im Garten zu einem großen Kreis ausgelegt. Bunte Tücher standen für die einzelnen Pfarren und ihre Vielfalt. Schließlich machten alle einen Schritt aus dem Kreis hinaus – ein starkes Zeichen dafür, dass Kirche nicht bei sich selbst stehen bleibt, sondern für die Menschen da ist.

Mit dem gemeinsamen Seelsorgeraumgebet endete ein Tag, an dem Begegnung, Vertrauen und Zusammengehörigkeit auf vielfältige Weise erfahrbar wurden.

8sam bleiben – über die Klausur hinaus

Die Klausur machte deutlich: Der Seelsorgeraum Graz-Südwest ist mehr als die Summe seiner acht Pfarren. Er bietet die Chance, voneinander zu lernen, einander zu unterstützen und gemeinsam neue Wege zu gehen, ohne die Eigenständigkeit und Besonderheiten der einzelnen Pfarren aus dem Blick zu verlieren.

Der Pastoralplan gibt dafür eine gemeinsame Orientierung. Lebendig wird er dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Verantwortung teilen und bereit sind, über die eigenen Pfarrgrenzen hinauszudenken.

„8sam Kirche sein“ bleibt damit nicht nur das Motto eines Klausurtages, sondern ist eine Einladung für die kommenden Jahre: achtsam miteinander umgehen, aufmerksam füreinander sein und gemeinsam Kirche gestalten.

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