Zukunft gestalten
Aus den Pfarren des Seelsorgeraums wurde über aktuelle größere oder kleinere Projekte berichtet, moderiert von Eva Heidlmair, Umweltbeauftragte der Diözese.
In Don Bosco gibt es im Pfarrkindergarten einen Kleiderkasten mit saisonaler Kinderbekleidung für Kinder zwischen vier und sieben Jahren. Dieser wird ehrenamtlich von den Mitarbeiter*innen des Kindergartens betreut.
In St. Elisabeth gibt es eine Photovoltik-Anlage. Das war deshalb relativ leicht möglich, da die Kirche nicht denkmalgeschützt ist. Zunächst wurde der Verbrauch berechnet, die Planung und Durchführung gelang ohne Probleme und Pfarrzentrum, Wohnungen und die Kirche werden mit eigenem Strom versorgt.
Aus Straßgang wurde von verschiedenen Projekten berichtet, u.a. gab es beim heurigen Umweltpreis einen Sonderpreis für folgendes Projekt: Damit die Kerzen bei Prozessionen möglichst zur Gänze abbrennen können, werden spezielle Kerzenverlängerungen verwendet. Außerdem wird versucht, möglichst viel zu reparieren und nichts wegzuwerfen (auch Liederbücher wurden repariert), bei Veranstaltungen wird darauf geachtet, dass so wenig Plastik wie möglich verwendet wird und übriggebliebenes Essen wird nicht weggeworfen, sondern aufgeteilt. Außerdem gibt es zweimal im Jahr einen Kleidertausch, der sich großer Beliebtheit erfreut.
In St. Johannes wird – wie in vielen anderen Pfarren des Seelsorgeraums – bei Pfarrfesten und Veranstaltungen bewusst auf nachhaltige Produkte geachtet und der Einsatz von Plastik so weit wie möglich reduziert.
In Feldkirchen gibt es seit 2019 einen Fairteiler hinter dem Pfarrheim, der sehr gut genutzt wird. Es gibt ebenfalls einen Kleidertausch, bei dem ein großes ehrenamtliches Team aktiv ist. In Kooperation mit der Marktgemeinde gibt es Re Use Initiativen, wie z.B. ein Näh-Repaircafé, Bücherboxen an zwei Standorten und eine Kooperation mit Carla für gebrauchte Kleidung.
Aus Puntigam wurde berichtet, dass die Müllsammelcontainer sichtbarer platziert wurden, was dazu führte, dass die Mülltrennung viel besser funktioniert.
In Schutzengel wird eine Brücke zur Weltkirche gespannt: Seit 30 Jahren gibt es den Arbeitskreis Weltkirche, der mit der Landpastoralkommission in unserer Partnerdiözese Bom Jesus da Lapa/Bahia kooperiert. Zisternenprojekte wurden finanziert, Ziegenaufzuchtprojekt und Bienenprojekte. Außerdem werden immer wieder Anwälte finanziert, weil vielen Bäuerinnen und Bauern ihr Land streitig gemacht wird. Großgrundbesitzer oder große Agro-Konzerne versuchen, sich das Land anzueignen, dabei geschieht viel Unrecht. Seit 2018 gibt es die Diözesanpartnerschaft, wo wir voneinander lernen wollen. Das geschieht durch gegenseitige Besuche, durch Austausch via Zoom und in Zukunft auch durch kurze Forschungsreisen mit einer spezifischen Frage.
In Christkönig gibt es seit 2008 den Arbeitskreis Schöpfungsverantwortung, von dem viele Projekte umgesetzt wurden. Es geht um ständige Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung. Dazu gibt es u.a. einen eigenen Bereich im Schaukasten. Außerdem gibt es die Müllsammelaktion mit Firmkandidat*innen, die Beleuchtung in der Kirche wurde auf LED umgestellt, Pfarrfeste werden schöpfungsfreundlich gefeiert, und es wird eine Photovoltaik-Anlage geplant.
Engagementförderin Sonja Monitzer stellte sich und ihre Aufgaben kurz vor - sie steht als Ansprechperson für Ehrenamtliche im Seelsorgeraum zur Verfügung.
Das Austauschtreffen endete mit einem positiven Stimmungsbild und wird nicht das letzte gewesen sein.
Danke allen für das Einbringen der Projekte und Ideen!
