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Inhalt:
Predigt

Gott ist unsere Kraftquelle

Predigt am 30. Sonntag A in Christkönig
Andrea Lang

Akku aufgeladen?

Ich nehme an, viele von ihnen haben heute ein Handy mit? Hoffentlich voll aufgeladen? Was uns aber sicher allen schon ein paar Mal passiert ist: Der Akku war leer. Das verursacht Stress, und wir suchen möglichst unser Ladekabel, um das Handy wieder aufzuladen.

Aber wie schaut das bei uns selbst aus? Wo laden wir eigentlich unseren inneren Akku auf, wenn wir uns ausgebrannt, leer fühlen? Wo holen wir uns neue Energie? Was gibt uns Halt, und was hat Gott damit zu tun?

Wir alle leben in einer Zeit, in der vieles unsere Aufmerksamkeit fordert. Wir sollen funktionieren, für andere da sein, Erwartungen erfüllen, doch irgendwann geht uns der Akku aus. Der Akku Liebe, der uns antreibt, ein Leben in Liebe in Jesu Nachfolge zu führen.

Dann passiert es, dass wir gereizt sind, kaum noch zuhören können, schnell verurteilen, immer im Recht sein wollen, nur mehr das eigene Wohl im Blick haben, keine Zeit für Nachbarn oder Freunde haben, unsere innere Leere immer mehr mit Besitz füllen wollen..

Es führt zu einem Leben, in dem Unzufriedenheit, Streit, Hass, Eifersucht ihren Platz finden und im Großen gesehen, zu Kriegen in der Welt. Es ist uns die Liebe ausgegangen. Liebe, die das Herz öffnet, verbindet und Grenzen überwindet.  Jesus gibt uns darauf heute im Evangelium ein Antwort, die einfach klingt, um unseren Akku wieder aufzuladen:

Liebe Gott, liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Es sind die beiden ersten Gebote, die Jesus zusammenfasst, auf die Frage, welches Gebot für ihn das Wichtigste ist. Wie ein roter Faden soll sich die Gebot durch unser Leben ziehen. Wir können uns daran festhalten und es soll uns Orientierung geben.

Denn Liebe ist nicht nur ein Gefühl. Liebe zeigt sich darin, wie wir leben, wie wir handeln und wie wir mit Gott uns selbst und miteinander umgehen. Liebe ist keine einmalige Sache, sondern eine Lebenshaltung und sie fordert uns:

Einen Schritt auf andere zuzugehen, auch wenn der oder die andere Meinungen vertreten, zu respektieren, dass es Menschen mit anderen Lebensweisen und sexueller Orientierung gibt, unsere Bequemlichkeit zu überwinden und dem/der Nachbarn/in zu helfen, einmal einfach still zu sein und nicht das letzte Wort zu haben, ohne Gegenleistung etwas für andere zu tun, im Gespräch zu bleiben und auch die Hand zum Frieden reichen…

Nehmen wir uns jetzt kurz einen Augenblick und denken nach:

Wem habe ich durch ein Wort oder Tat Liebe geschenkt?

Wo darf ich mit mir selbst noch Geduld haben? (Kurze Stille)

Verlieren wir uns selbst nicht aus dem Blick. Denn nur wenn wir respektvoll mit uns selbst umgehen, können wir auch in Liebe am Nächsten handeln

Auch wenn wir den roten Faden manchmal verlieren, haben wir die Gewissheit: Gott ist unsere Kraftquelle. Er ist die Liebe, bei ihm und mit ihm hat alles seinen Ursprung und sein Ende. Amen

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