Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

  • Christkönig
    • Artikel Christkönig
  • Hl. Schutzengel
    • Artikel Hl. Schutzengel
  • Glauben & Feiern
    • Predigten
    • Sakramente
  • Pfarrleben
    • Kinder & Jugend
    • Gemeinschaft
    • Spiritualität
    • Kirchenmusik
    • Rat & Hilfe
  • Pfarrkindergärten
    • Pfarrkindergarten Christkönig
    • Pfarrkindergarten Schutzengel
  • Todesfälle
  • facebook
  • YouTube
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Pfarrverband Graz-Christkönig und Hl. Schutzengel
  • facebook
  • YouTube
  • Instagram
Hauptmenü ein-/ausblenden
Seelsorgeraum Graz-Südwest
Kontakt
+43 (316) 28 19 72
graz-christkoenig@graz-seckau.at
Hauptmenü:
  • Christkönig
    • Artikel Christkönig
  • Hl. Schutzengel
    • Artikel Hl. Schutzengel
  • Glauben & Feiern
    • Predigten
    • Sakramente
  • Pfarrleben
    • Kinder & Jugend
    • Gemeinschaft
    • Spiritualität
    • Kirchenmusik
    • Rat & Hilfe
  • Pfarrkindergärten
    • Pfarrkindergarten Christkönig
    • Pfarrkindergarten Schutzengel
  • Pfarrblatt
    • Redaktionsteam
  • Todesfälle

Inhalt:
Predigt

Erfüllte Zeit

Predigt am 1. Adventsonntag A
Elfriede Demml

Ich gebe es zu, im ersten Moment habe ich gedacht: Um Himmels willen, was soll ich denn zu diesem Evangelium predigen?

Aber dann hat mich der Noach angefangen zu faszinieren. Versetzen wir uns mal so richtig hinein in Noach und seine Umgebung. Strahlender Sonnenschein, trockenes Wetter und du baust ein riesen Schiff für die angebliche Sintflut, die kommen soll. Da ist es wirklich naheliegend, dass die Nachbarn des guten Noach sich denken: „Der Mann hat einen Knall.“ Aber er lässt sich nicht beirren von denen, die ihn auslachen. Mit einer heiligen Sturheit hält er fest an dem Wort, das er von Gott empfangen hat.

Und mir ist aufgefallen, wir haben auch solche Noachs und Frau Noachs unter uns. Vor drei Jahren durfte ich zu denselben Schriftlesungen von heute predigen. Ich habe mich damals vor allem auf die erste Lesung aus dem Buch Jesaja bezogen (Jesaja 2,1-5) und die Minis haben für euch Buttons vorbereitet, auf denen draufsteht: "Schwerter zu Pflugscharen”. Und immer wieder bin ich berührt, wenn ich sehe, dass manche von euch immer noch diese Buttons auf ihren Sonntagsmänteln tragen. Ihr tut das, mit einer heiligen Sturheit. Ihr lasst euch nicht davon abhalten, dass inzwischen neue Kriege ausgebrochen sind, dass zu Aufrüstung aufgerufen wird... Ihr haltet an dem Versprechen fest, dass Jesus uns Frieden schenkt. Und ich glaube, das hat eine Auswirkung, die wir nicht unterschätzen dürfen. Unser Handeln und unsere Worte haben Macht.

Daran wurde ich letzte Woche am Samstag nach unserem Firmstart-Gottesdienst erinnert. Mich hat eine Arbeitsassistentin begleitet. Als wir auf dem Nachhauseweg am Jakominiplatz umsteigen mussten, wollte Nikoletta bei der Trafik ein neues Feuerzeug kaufen. Da ich weiß, dass sie knapp bei Kasse ist, habe ich zu ihr gesagt: "Du, vor kurzem hat jemand bei mir ein Feuerzeug vergessen. Das schenke ich dir gerne." Darüber hat sie sich sehr gefreut. Da sie aber trotzdem die Wartezeit auf die nächste Bim zum Rauchen nutzen wollte, hat sie eine Frau angesprochen, ob sie ihr Feuer gibt. Und dann kommt sie ganz erstaunt zu mir zurück und meint: “Stell dir vor, Elfriede, diese Dame hat mir ihr Feuerzeug geschenkt. Deine Worte haben schöpferische Kraft.” Nikoletta ist überhaupt nicht kirchlich sozialisiert, aber sie hat mich an etwas zutiefst Biblisches erinnert: Meine Worte haben schöpferische Kraft. Meine Worte, meine Handlungen, meine innere Haltung, all das hat Auswirkung auf meine Umgebung, weil das Wort Gottes in mir wohnt – und Gott sprach und es geschah.

Danke also allen, die auf das Wort Gottes hin eine Arche bauen, auch wenn kein Regen zu sehen ist, danke allen, die auf das Wort Gottes hin Frieden stiften, auch wenn er scheinbar weit weg ist. Danke allen, die sich auf die Ankunft Jesu vorbereiten, auch wenn sie ihn noch nicht wahrnehmen können.

Nicht immer kommt es bei alldem auf unser äußeres Handeln an.

Daran erinnern mich im heutigen Evangelium die beiden Männer, die auf dem Feld arbeiten und auch die beiden Frauen, die an einer Mühle mahlen. Beide tun jeweils genau das Gleiche. Warum wird eine:r mitgenommen und eine:r dagelassen? Mein Verdacht ist: Der eine Mann am Feld und die eine Frau an der Mühle sind so von ihrer Arbeit eingenommen, dass sie nicht merken, wie Jesus sie ruft. Oder vielleicht merken sie es sogar, aber sie sagen ihm: “Tut mir leid, ich habe jetzt echt keine Zeit, der Regen kommt bald und ich muss die Ernte einbringen." Oder: “Ich muss das Korn mahlen, meine Kinder brauchen Brot." Alles sehr legitime Gründe. Und doch lädt uns Jesus in all unserer Geschäftigkeit ein, ihm zu vertrauen, ihn an erste Stelle zu stellen, ihm zu begegnen, dort, wo er ankommt, in unserem Leben, in unserem Alltag.

Dazu erzähle ich euch noch eine kleine Geschichte aus meiner letzten Woche, die da gut dazu passt: Ich hatte ein Telefon-Date mit meiner Freundin Moni ausgemacht. Und kurz vorher schrieb sie mir, dass sie leider doch keine Zeit habe, weil sie so einen Stress habe. Ich habe ihr zurückgeschrieben: "Gut, dann nutze ich die Zeit, um für dich zu beten." Wie man sich vorstellen kann, sind mir aber auch tausend Dinge eingefallen, die ich jetzt mit der neu "gewonnenen" Zeit machen könnte und ich habe z.B. noch mit Doris geschrieben, welchen Nikolaus wir eventuell noch ansprechen könnten und ähnliches. Und dann hat sich wieder mein Gewissen gemeldet: “Du wolltest doch für Moni beten.” Und ich bin in mein Zimmer gegangen und habe gebetet. Und während dieses Gebets für die arme gestresste Moni ist mir plötzlich ein Gedanke zugefallen: “Mit Jesus ist die Fülle der Zeit gekommen, nicht der Mangel an Zeit.” Mit Jesus ist die Fülle der Zeit gekommen, nicht der Mangel an Zeit. Dieser Gedanke hat mich begeistert, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe mich wieder an Nikolettas Zusage erinnert, dass meine Worte schöpferische Kraft haben und in diesem Vertrauen habe ich über Monis Leben und auch über mein Leben diese Fülle der Zeit, diese erfüllte Zeit, die Jesus uns schenkt, ausgesprochen. Und ich glaube, durch dieses Gebet hat mich Jesus vorbereitet auf den Nachmittag, der vor mir lag. Da hat er mir nämlich gezeigt, was das konkret bedeuten kann:

Yesenia hatte bei mir Dienst und ich habe mir vorher schon überlegt, was ich heute alles mit ihr gemeinsam erledigen möchte. Und plötzlich kam alles anders. Für mich ganz unerwartet hat sie angefangen mir aus ihrer Geschichte zu erzählen. Yesenia kommt aus Mexiko und da ich nicht spanisch kann und sie noch nicht so gut Deutsch sprechen kann, hat sich unser persönliches Gespräch bis jetzt eher beschränkt auf: "Wie geht es dir?" - “Mir geht es gut.” Aber heute war es anders. Sie zeigte mir Bilder, sie erzählte mir vieles und was ich nicht verstehen konnte, hat sie mit ihrem Handy übersetzt. Wir lachten gemeinsam und wir weinten gemeinsam. Es kam zu einer echten Begegnung von Herz zu Herz. Und ich durfte eine Ahnung davon bekommen, was diese erfüllte Zeit ist, in der plötzlich jede To-Do-Liste verblasst und nur noch der Augenblick und die echte Begegnung zählt.

Ich wünsche mir für diese Adventzeit diese innere Haltung: Egal ob ich am Feld arbeite, an der Mühle mahle, (oder ich wohl eher) am Laptop sitze, oder ob ich Weihnachtsgeschenke einkaufe: Ich möchte diese Augenblicke wahrnehmen, in denen mir Jesus diese erfüllte Zeit schenken möchte.

Ich glaube, ein gutes Hilfsmittel dafür ist in unserer Tradition der Adventkranz. Es ist eine erfüllte Zeit, wenn wir die Kerzen am Adventkranz entzünden, vielleicht gemeinsam singen, beten, ins Gespräch kommen, oder in Einsamkeit und Stille lauschen und fragen: “Jesus, wo möchtest du mir heute begegnen, wo möchtest du heute in meinem Leben ankommen?” Amen.

zurück

nach oben springen
Footermenü:
  • Christkönig
  • Hl. Schutzengel
  • Glauben & Feiern
    • Predigten
    • Sakramente
  • Pfarrleben
  • Pfarrkindergärten
  • Pfarrblatt
  • Todesfälle

Herzlich willkommen auf unserer Webseite!

  • Impressum
  • Datenschutz
  Anmelden
Diözese Graz-Seckau
nach oben springen